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Arbeitsschutz 4.0

Im Juli 2018 hat JSP, ein britischer Spezialist für Arbeitsschutzprodukte, eine voll automatisierte Produktionshalle in Düsseldorf-Heerdt eröffnet – und setzt mit „made in Europe“ ein klares Signal.

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Schutzhelme, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen und noch viel mehr – Arbeitssicherheit ist ein großes Thema in Deutschland. Dass ein Hersteller aber auch auf unserem Kontinent und nicht etwa in Asien produziert, das ist eher ungewöhnlich. So wie JSP. Der britische Spezialist für persönliche Schutzausrüstung und Arbeitsschutz hat am 12. Juli 2018 eine ultramoderne 5.000 Quadratmeter große Produktionshalle auf der Wiesenstraße in Düsseldorf-Heerdt eröffnet. Das Besondere der JSP Safety GmbH: Die komplette Produktion läuft hier vollautomatisch ab! Den Aufbau der Automatisierung realisiert das derzeit 15-köpfige Team mit einem JSP-Spezialisten aus Großbritannien, wo die digitale Produktion schon funktioniert.

Für JSP eignet sich die Herstellung besonders gut in Deutschland, weil es der bei Weitem größte Markt für Schutzausrüstung in Europa ist. „Düsseldorf hat sich dabei als der Standort mit dem größten Potenzial herausgestellt. In der Stadt findet alle zwei Jahre die internationale Weltleitmesse für Arbeitsschutz A + A statt. Die sehr gute Verkehrsanbindung mit dem Flughafen und Neuss-Düsseldorfer Hafen und natürlich auch die Erreichbarkeit sehr vieler potenzieller Abnehmer in einem Radius von wenigen Kilometern haben uns überzeugt“, zählt Dr. Tilo Weiß, General Manager der JSP Safety GmbH, auf.

Im Testbetrieb ist derzeit eine 80 Quadratmeter große voll automatisierte Produktionszelle für Schutzhelme, die ab September dann in Serie herstellen soll. Die einzelnen Komponenten eines Helmes werden mit unterschiedlichen Maschinen im Spritzgussverfahren an den vier Ecken der Produktionszelle hergestellt. In der Mitte der Zelle stehen Roboter, die die Komponenten dann zusammentragen und zu einem Ganzen montieren, über ein Förderband nimmt ein Mitarbeiter die fertigen Helme schließlich in Empfang. „Wir planen im ersten Jahr mit einer Los-
größe zwischen 250.000 und 300.000 Exemplaren. Danach wollen wir sukzessive bis auf 800.000 Helme jährlich kommen“, erklärt Weiß. Ein direkter Vergleich mit rein manueller Produktion sei sehr schwer, aber man würde schätzungsweise zehn Mal so viel Personal benötigen, um einen Helm in derselben Zeit (zwischen 30 und 40 Sekunden) herstellen zu lassen. In Zukunft sollen noch eine weitere Produktionszelle für Helme und schließlich eine Zelle für Gehörschutz und eine für Atemschutz folgen, um die Halle komplett auszulasten. ●


Firma SP Safety GmbH
Wiesenstraße 57, 40549 Düsseldorf
Gründer und Geschäftsführer 
Dr. Tilo Weiß
Seit 018
www.jspsafety.com


Text: Tom Corrinth