LEVEL UP! – GROWTH AND SCALABILITY
Ausgabe 03/2026
Wie lässt sich auch zukünftig gut arbeiten und leben im stark wachsenden Düsseldorf? Ein Blick auf die Immobilienwirtschaft und den Stadttourismus zeigen vielversprechende Lösungen.
Mit dieser enorm wichtigen Frage beschäftigt sich Jens Südekum, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ziemlich intensiv: Seit Mai 2025 ist er persönlicher Beauftragter für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Er gehört zu den Mitimpulsgebern des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität über 500 Mrd. Euro.
Scaleup-Programme unterstützen junge Unternehmen, die den Sprung in die nächste Wachstumsphase schaffen wollen: mit Kapitalzugang, Mentoring, Netzwerken und strategischer Begleitung. In NRW gilt Scale-up.NRW als Königsprogramm und Düsseldorf spielt dabei eine zentrale Rolle.
Als die Düsseldorfer sino AG 2017 als erster Investor beim Berliner Startup Trade Republic einstieg, ahnte kaum jemand, wie rasant sich daraus eines der wertvollsten Fintechs Europas entwickeln würde. Im Gespräch erklärt sino-CEO Ingo Hillen, warum gerade das Zusammenspiel aus traditioneller Broker-Erfahrung und digitaler Startup-Dynamik die Grundlage für diese außergewöhnliche Skalierung schuf.
Flingern Nord ist die ungleiche Schwester Flingern Süds. Stärker von Wohnbebauung und Gründerzeitfassaden geprägt, liegt der Kern des Viertels rund um Birkenstraße, Ackerstraße und Hermannplatz. Dort hat sich eine urbane Nachbarschaft aus Cafés, unabhängigen Stores und Kreativgewerbe gebildet, oft in charmanten Hinterhöfen. Über die Jahre entstand hier zudem eine bemerkenswert dichte Galerieszene, die den kreativen Charakter des Viertels bis heute mitprägt.
Manche Unternehmensgeschichten beginnen mit einem Businessplan, andere mit einer Finanzierungsrunde oder einem perfekt orchestrierten Launch. Und dann gibt es Another Cotton Lab. Die Erfolgs-story der Düsseldorfer Modemarke begann mit einem einfachen TShirt. Und mit einem Tag, an dem sonst vieles stillsteht: Sonntag. Heute ist daraus eine der spannendsten deutschen Markenstorys geworden – und ein Lehrstück in Sachen Communitybuilding.
Die Region Düsseldorf ist europaweit zu einem wichtigen Standort für innovative Unternehmen geworden und verfügt über eine dynamische Startup-Szene. Einige der hier gegründeten Firmen haben sich zudem zu äußerst erfolgreichen Scaleups entwickelt. VIVID erzählt zwei Wachstumsgeschichten.
Die EU hat im Jahr 2020 Umweltaussagen von Unternehmen geprüft und herausgefunden: Die Hälfte war nicht nachvollziehbar oder fundiert. Produktinformationen sollen daher nun einheitlich über eine Richtlinie geregelt werden. Das bedeutet für Unternehmen vor allem eins: Beratungsbedarf.
Wachsen und Skalieren in der Landeshauptstadt: Frische Ideen werden in Düsseldorf von der Wirtschaftsförderung über mehrere Unternehmensphasen hinweg professionell begleitet. Von den ersten Schritten mit Business-Plan, Finanzierungsmöglichkeiten und Einbindung in Netzwerke und Veranstaltungen wie der Startup-Week bis hin zum nächsten großen Schritt in Form von Internationalisierung, größerer Kapitalbeschaffung und strategischer Begleitung.
Wie ihr Büro aussieht? Die Frage lässt sich nicht beantworten, denn Maria Kofidou hat keines. „Jede und jeder von uns räumt täglich den Schreibtisch und wechselt den Raum“, erklärt sie. Was anfangs kritisch beäugt wurde, ist heute Teil einer Führungskultur, die auf Beweglichkeit, Vertrauen und Verantwortung setzt. Maria Kofidou geht gern neue Wege, betrachtet Veränderungen als Chance und verbindet moderne Führung mit unternehmerischem Blick auf die Zukunft von Düsseldorf Congress.
Ein massiver Betonbau, der einst Schutzraum war und heute Bühne für Kunst, Diskurs und Begegnung ist: Im Bilker Bunker trifft VIVID-Herausgeber Rainer Kunst auf Düsseldorfs Bürgermeisterin Clara Gerlach. Sie sprechen über die Kraft von Kultur, politische Lernprozesse, Nutzungskonflikte in einer wachsenden Stadt und darüber, wie Menschen beim Klimaschutz mitgenommen werden.
Vom nördlichen Ruhrgebiet über die Vereinigten Staaten, Aachen, Lissabon, Helsinki und Berlin zurück ins Rheinland: Stefanie Lütteke hat, unter anderem während ihres Studiums der Architektur und des Bau- und Immobilienmanagements, an vielen verschiedenen Orten gelebt und dabei ihren Blick auf urbane Räume geschärft. Seit 2008 setzt sie ihre Kompetenz beim internationalen Beratungsunternehmen Drees & Sommer auch in Düsseldorf ein. Aktuell ist sie als Partnerin für die Region NRW verantwortlich.
Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf KI-gestützte Automatisierung. Doch damit daraus auch wirtschaftlicher Nutzung entsteht, müssen einige Hürden genommen werden. Eine Management- und Technologieberatung aus Düsseldorf und eine Professorin, die im Bereich KI und Automatisierungstechnik an der Hochschule Düsseldorf forscht, geben Einblicke.